Montag, 13. Februar 2017

Rezension - Fürchte den Schlaf

Stevan Mena
Fürchte den Schlaf

Thriller

Originaltitel: Transience
Aus dem Amerikanischen von Gertrud Wittich
Deutsche Erstausgabe

Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48489-8
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann 
Erscheinungstermin: 19. Dezember 2016








Kurzbeschreibung: 

Ein Arztbesuch bringt traurige Gewissheit: Detective Jack Ridge hat nicht mehr lange zu leben. In der kurzen Zeit, die ihm noch bleibt, will er den Fall lösen, der ihn schon seit Jahren verfolgt: Drei junge Frauen wurden grausam ermordet, der Täter nie gefasst. Dann wird die 18-jährige Angelina vermisst, und alles deutet auf Jacks Serienmörder hin. Erst der Anruf eines befreundeten Psychologen bringt Jack auf eine ungewöhnliche Spur: Die neunjährige Rebecca hat schreckliche Albträume und sieht Details zu Jacks Fall, die sie unmöglich wissen kann. Da Jack nichts mehr zu verlieren hat, geht er ihren Hinweisen nach – und bringt damit schließlich auch das kleine Mädchen in größte Gefahr ...




Meine Meinung:

Detective Jack Ridge ist todkrank. Er hat nicht mehr lange zu leben und hat sich zum Ziel gesetzt einen Fall, der ihn schon lange verfolgt, endlich abzuschließen. Drei Frauen wurden ermordet, die 18jährige Angelina wird vermisst. Eines Tages bekommt Jack einen Anruf von einem Freund, der Psychologe ist. Dieser bringt Jack auf eine ganz neue Spur: Die neunjährige Rebecca wird von Alpträumen gequält, jede Nacht. Außerdem kennt sie Details zu den Fällen der ermordeten Frauen, die sie unmöglich wissen kann...
 
Jack Ridge hat Krebs und erfährt von seinem Arzt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Jack sagt niemandem etwas von seiner Krankheit und versucht, mehr oder weniger erfolgreich, die starken Schmerzen, die ihn quälen zu verstecken. Außerdem quält den Detective der Verlust seiner Frau, über den er einfach nicht hinwegkommt. Jack Ridge zieht sich zurück, auch von seinem Bruder, aus einem, für ihn selbst, guten Grund, der für mich nachvollziehbar war. Als er die neunjährige Rebecca kennenlernt, ist er fasziniert von dem Mädchen und auch von der Mutter...

Der Charakter Jack Ridge ist mir bald ans Herz gewachsen und Rebecca, das kleine Mädchen, hat mich unheimlich fasziniert. Rebeccas Eltern haben sich getrennt und Mutter und Tochter sind dabei sich ohne Ehemann und Vater ein neues Leben aufzubauen. Mit dem Umzug begannen allerdings Rebeccas schrecklichen Albträume, die Rebecca und vor allem die Mutter an die Grenzen bringen. Rebecca hat es nicht einfach, denn sie wird auch von ihrem Mitschülern gemobbt und zieht sich immer weiter in sich selbst zurück.

Was für ein Thriller!

Eine Bloggerkollegin hat mir dieses Buch empfohlen und so kam ich nicht umhin, diesen Thriller zu lesen, hat mich doch schon der Klappentext neugierig gemacht. 

Wer hier Mysteryelemente in Form von Geistern, Hellsehern oder dergleichen erwarte, liegt falsch. Ich möchte gar nicht sagen, um was es sich im Einzelnen handelt nur so viel, es geht um Dinge, von denen ich persönlich überzeugt bin. Eine Glaubens-und Einstellungsfrage. Fragen, die sich wahrscheinlich so ziemlich jeder mal gestellt hat. Ob man daran glaubt oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist, dass genau diese Mysteryelemente den Thriller so faszinierend machen.

Ich wurde in einen Sog gezogen, aus dem ich mich nicht befreien konnte, bin sogar morgens früher aufgestanden, um endlich weiterlesen zu können. Zu neugierig war ich, wie die Story weitergeht und vor allem, wie sie enden wird. Der Thriller war für mich von Beginn an spannend. Diese Spannung hat sich über das gesamte Buch gehalten und noch gesteigert, denn Stevan Mena versteht es  vorzüglich falsche Fährten zu legen.

Mit dieser Auflösung hatte ich allerdings nicht gerechnet und so war dieser Thriller für mich rundum perfekt, mit einem perfekten Ende!  Endlich mal wieder ein echter Pageturner und Fingernagelkiller, der ganz weit oben auf meiner Highlightliste einziehen wird!

Leseempfehlung? Aber ja! Unbedingt und ganz dringend!




Freitag, 10. Februar 2017

Rezension - Glücksmädchen

Mikaela Bley
Glücksmädchen

Kriminalroman
Taschenbuch
Klappenbroschur
320 Seiten
Lycke
Aus dem Schwedischen übersetzt von Katrin Frey.
ISBN-13 9783548288444
Erschienen: 10.02.2017

Ullstein 








Kurzbeschreibung:

Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre Zwillingsschwester vor acht Jahren starb. Sogar während ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, verregneten Tag die achtjährige Lycke spurlos. Ellen soll über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich Frieden finden?


Meine Meinung: 

Ellen Tamm ist Kriminalreporterin beim Fernsehen und wird von ihrem Chef, Jimmy, auf den Fall des Verschwindens der 8jährigen Lycke angesetzt. Ellen fällt es nicht leicht, den Auftrag auszuführen, denn ihre Zwillingsschwester ist mit  8 Jahren verschwunden. Seitdem ist Ellen besessen vom Tod, sammelt alles über brutale Mordfälle und ihr Interesse geht qweit über das normale Maß hinaus. Ellen ist der meinung, dass die Polizei nicht genug unternit um Lycke zu finden und so ermittelt sie selbst...

"Glücksmädchen" ist das Debüt der schwedischen Autorin Mikaela Bley und stellt den Auftakt zu einer Reihe um die Kriminalreporterin Ellen Tamm, die bei dem schwedischen Fernsehsender TV4 in Stockholm tätig ist, dar. Mit Jimmy, ihrem neuen Chef, hatte sie mal eine Beziehung und so fällt es ihr nicht leicht, mit ihm als Vorgesetzten zu arbeiten, denn über die Beziehung ist sie noch nicht hinweg.

Jimmy weiß, dass Ellens 8jährige Schwester Elsa damals verschwunden ist und so wundert sie sich, dass Jimmy sie überhaupt auf den Fall ansetzt, denn es scheint, als gehe es ihm nur um die Quoten, nicht um das Kind.

Lycke wächst bei ihren geschiedenen Eltern, die das gemeinsame Sorgerecht haben, auf. Jede Woche zieht sie zwischen Vater und Mutter hin-und her. Lyckes Vater ist erneut verheiratet und hat mit seiner jetzigen Frau, Chloe, einen kleinen Sohn. Der Charakter Chloe ist sehr liebevoll mit ihrem eigenen Kind, Lycke jedoch sieht sie lieber von hinten als von vorne und auch Lyckes Vater Harald, scheint sich nicht sonderlich für seine Tochter zu interessieren. Auch ihre leibliche Mutter macht nicht gerade den Eindruck einer liebevollen Mutter. In der Schule wird Lycke gemobbt und irgendwie interessiert sich nicht wirklich jemand dafür. Nur von ihrer, schon ältere Nanny Mona, erfährt das kleine Mädchen Zuneigung, ansonsten ist das Mädchen ziemlich alleine mit sich und ihren Problemen. Als Lycke verschwindet, sind allerdings Mutter, Vater und auch Stiefmutter in heller Aufruhr, scheinen sich aber mehr Sorgen darum zu machen, dass man sie selbst verdächtigen könnte...

So viel zur Story. "Glücksmädchen" ist ein sehr ruhiger, unblutiger Psychothriller,. Wer hier Action und Metzeleien erwartet liegt mit dem Buch vollkommen falsch. Vielmehr nimmt die Beziehung Lyckes zu ihren Eltern und der Stiefmutter viel Raum ein, was Mikaela Bley in einer bedrückenden Stimmung erzählt. Die Figur Lycke bleibt über die Geschichte sehr schemenhaft. Man erfährt von dem Kind nur, dass es eher ruhig und introvertiert ist und die tiefe Traurigkeit, die das Mädchen verspüren muss, ist fast greifbar.

Ellen Tamm ist eine sehr symphatische Person, die das Verschwinden ihrer Zwillingsschwester nicht wirklich verarbeitet hat und deswegen auch zu ihrer Mutter ein sehr distanziertes Verhältnis hat. Ellen setzt alles daran die kleine Lycke zu finden und macht sich die Aufklärung fast zum Lebensinhalt. Sie ist sehr panisch wegen Lycke. Über einen Informanten, den sie bei der Polizei hat, erfährt sie so einiges über den Fall, wird aber nicht ganz schlau daraus.

Mikaela Bley legt falsche Fährten und so hat man viele unerschiedliche Personen in Verdacht etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich recht schnell hinter die Identität des Täters gekommen bin, nur das Warum war mir bis zum Schluß nicht ganz klar. So hält der Psychothriller dann doch ein recht überraschendes aber doch logisches Ende parat.

"Glücksmädchen" zu lesen, hat mir spannende, bedrückende und interessante Stunden beschert. Ich mag Psychothriller, in denen es vordergründig um Zwischenmenschliches geht und so kann ich guten Gewissens eine Leseempfehlung geben, für Leser, die den ruhigen Thrill bevorzugen!

Ich bin gespannt, wie es mit Ellen Tamm weitergeht und freue mich schon auf den nächsten Band um die Kriminalreporterin!

Mittwoch, 8. Februar 2017

Rezension - Mein Leben als Zucchini

Gilles Paris
Mein Leben als Zucchini

Roman
Originaltitel: Autobiographie d'une Courgette
Originalverlag: Plon, Paris 2002
Aus dem Französischen von Melanie Walz


Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-8135-0770-6
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Knaus 
Erscheinungstermin: 23. Januar 2017 








Kurzbeschreibung: 

Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!

Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird - denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit...

Gilles Paris‘ einfühlsam aus der Sicht eines Neunjährigen erzählter Roman ist eine wunderbare Liebeserklärung an die Kinder – an ihre unsentimental klare Weltsicht, ihren geradlinigen Mut und ihre Bereitschaft vorbehaltlos zu lieben. Eine Geschichte voller Poesie, fein changierend zwischen lebensklugem Humor, Nachdenklichkeit und Situationskomik und Hoffnung. Dieses lebenskluge Buch erinnert daran, wie großmütig und nachsichtig die Kinder dieser Welt mit den Erwachsenen sind.

Meine Meinung: 

Icare ist neun Jahre alt und möchte am Liebsten nur Zucchini genannt werdn. Eines Tages findet Zucchini eine Pistole und erschießt versehentlich seine Mutter, dabei wollte er doch nur den Himmel umbringen. Da sein Vater auch nicht da ist, kommt Zucchini in ein Waisenhaus, lernt viele andere Kinder kennen und zum ersten Mal erfährt Zucchini, was Familie bedeutet...

Berührend, lustig, tragisch, traurig und so herrlich rein! Das ist die Geschichte um Icare, einen neunjährigen Jungen.

Wer hier erwartet ein Waisenhaus kennenzulernen, mit bösen Mitarbeitern liegt komplett falsch. Im Waisenhaus gibt es Regeln, die eingehalten werden müssen und überhaupt nicht unsinnig erscheinen. Icare lernt das ziemlich schnell und fühlt sich im Waisenhaus wohl besonders als die kleinen Camille ins Waisenhaus kommt.

Zucchinis Vater ist, laut seiner Mutter "mit einer Pute auf Weltreise gegangen" und nach Aussage seiner Mutter ist der Himmel an allem Schuld. Als Zucchini eine Pistole findet, erscheint es ihm logisch, den Himmel einfach zu erschießen, was gründlich danebengeht.

"Mein Leben als Zucchini" ist aus der Sicht eines neunjährigen Kindes, das es in seinem bisherigen Leben nicht leicht hatte, geschrieben, mit herrlichen Dialogen und Wortverdrehungen, die dem Leser ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Icare nimmt die Dinge, die ihm seine - dem Alkohol verfallene Mutter - erzählt, wörtlich. Raymond ist der Polizist, der Icare ins Waisenhaus gebracht hat und zwischen den Beiden entsteht eine Freundschaft. Raymond besucht Zucchini regelmäßig im Waisenhaus und so hat der freundliche und herzensgute Polizist von Anfang an mein Herz erobert.

Die anderen Kinder im Waisenhaus, haben alle eine berührende Geschichte hinter sich und so treffen die verschiedensten Charaktere aufeinander, die lernen müssen, miteinander auszukommen.

Ich habe beim lesen Rührung empfunden, Mitgefühl und natürlich musste ich auch schmunzeln, gerade wegen der herrlichen Dialoge und den Lebensweisheiten, die Icare so von sich gibt. Zitate möchte ich gar nicht in meiner Rezension schreiben, denn sonst müsste ich fast das ganze Buch abschreiben. Deshalb - unbedingt selber lesen und sich eine eigene Meinung bilden!


Das Ende hat mir unwahrscheinlich gut gefallen und so bekommt "Mein Leben als Zucchini" bei mir einen Platz im Schätzeregal und natürlich gebe ich eine unbedingte und dringende Leseempfehlung für diese berührende Geschichte!











Montag, 6. Februar 2017

Rezension - Nachts in meinem Haus

Sabine Thiesler
Nachts in meinem Haus

Roman


Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-26969-9
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne

Erscheinungstermin: 9. Januar 2017














Kurzbeschreibung: 

Tom ist ein anerkannter Kunstmaler, dazu reich und glücklich verheiratet. Alles läuft perfekt für ihn. Bis eines Nachts in seinem Haus etwas Schreckliches passiert. Unter Schock flieht er in ein toskanisches Bergdorf. Doch was ihm zunächst wie das Paradies erscheint, entpuppt sich schnell als Hölle. Tom hält das Alleinsein nicht aus, fühlt sich eingesperrt und verfolgt. Als er begreift, dass er niemandem mehr vertrauen kann, auch seinen Freunden nicht, ist es zu spät: Er trifft eine verhängnisvolle Entscheidung . . .

Meine Meinung: 

Tom führt ein glückliches Leben. Er ist Kunstmaler, reich und führt eine glückliche Ehe. Eine Nachts geschieht in seinem Haus Schreckliches und Tom verkriecht sich in einem Dorf in der Toskana. Tom kommt mit der Einsamkeit nicht zurecht und denkt, verfolgt zu werden. Irgendwann merkt tom dass er mehr oder weniger in der Falle sitzt, denn er weiß nicht mehr, wem er noch vertrauen kann...

Ich möchte gar nicht schreiben, was Nachts in Tom Haus geschieht, denn ich möchte ungern spoilern. Der Kunstmaler Tom erscheint mir zu Anfangs als ein unsicherer und sehr sensibler Mann, den die Geschehnisse, die in seinem Haus passiert sind nun -verständlicherweise- komplett aus der Bahn werfen. Wie ngut, dass sein bester Freuns und Anwalt René ihm hilft und fast alleine beschließt, dass Tom nun fliehen muss. René hat ein Häuschen in der Toskana geerbt, gibt Tom Schlüssel und Adresse und verspricht sich um alles Weitere zu kümmern nd mit ihm in Kontakt zu bleiben.
Das sollte zur Story erst mal reichen.

Tom und sein Freundeskreis, zu dem nicht nur René und seine Frau, sondern noch ein weiteres Ehepaar gehören, treffen sich regelmäßig. Eigentlich sollte man meinen, dass die Freundschaft der Clique recht gut ist, allerdings hatte ich sio das Gefühl, dass der eine dem anderen nichts gönnt.

"Nachts in meinem Haus" startet sehr spannend und ich war gespannt, wie es Tom wohl in der Toskana ergehen mag. Leider hielt sich die Spannung für mich persönlich nicht durchgehend. Sabine Thiesler beschreibt wer wen wann und wie kennengelernt hat, was für meinen Geschmack etwas zu viel Raum eingenommen hat. Ich dachte eigentlich, dass die Story um Toms erste Ehe noch sehr wichtig werden wird, was es allerdings nicht wirklich war. Ich denke, dass diese Geschichte in der Geschichte nicht ganz so lang hätte ausgeführt werden müssen.

Tom erschien mir sehr naiv. Er ist sehr sensibel und anfangs in meinen Augen eine regelrechte Memme. Klar, ist er verzweifelt und wen kann man trauen, wenn nicht seinen Freunden? So ist Tom  sehr dankbar für die Hilfe, die ihm entgegengebracht wird und merkt gar nicht, dass sein persönlicher Albtraum nur noch schlimmer zu werden scheint. Er vertraut fast blind und merkt als Letzter, dass ihm ziemlich übel mitgespielt wird. In vielen Dingen handelt Tom auch sehr unlogisch, wo der Leser sich schon an den Kopf greift...

Das Ende musste eigentlich so kommen, trotzdem war es für mich fast zu abrupt. "Nachts in meinem Haus" hat mich ganz gut unterhalten, war für mich allerdings nicht unbedingt ein Highlight.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Buchvorstellung - Mord in Pilsum

 
Neuerscheinung: Ostfrieslandkrimi "Mord in Pilsum" von Susanne Ptak im Klarant Verlag

Der vierte Fall für Doktor Josefine Brenner. Im idyllisch gelegenen ostfriesischen Nordseedorf Pilsum bringt ein Mörder Au-pair-Mädchen um.

Die spannenden Ostfrieslandkrimis von Susanne Ptak gehören zu den erfolgreichsten Titeln in diesem populären Krimigenre.

Ihre beliebte Rechtsmedizinerin im (Un-) Ruhestand, Doktor Josefine Brenner, besitzt Kultstatus. Immer, wenn sie in Urlaub fährt, hält sie kleine forensische Utensilien in ihrer riesigen ledernen Handtasche bereit wie Handschuhe und Einmal-Schutzanzüge. Josefine ist eben eine Frau, die nach dem Motto lebt: „Allzeit bereit!“

Eigentlich wollte sie nur ihre Freundin Theda Borchers in Ostfriesland besuchen. Jedoch entwickelt sich die Reise in die Idylle zu einer Ermittlung in einer äußerst undurchsichtigen Mordserie.




Mord in Pilsum
Susanne Ptak

Ostfrieslandkrimi


ISBN: 9783955735395
Klarant 











Zum Inhalt:


Das ostfriesische Nordseedorf Pilsum wird von grausamen Morden erschüttert. Einmal mehr mittendrin: Dr. Josefine Brenner. Zurzeit hält sich die Rechtsmedizinerin im Ruhestand bei ihrer Freundin Theda in Pilsum auf, und gemeinsam finden sie die Leiche von Klara Schiller. Die Imkerin half ehrenamtlich Au-pair-Mädchen in Not, und in letzter Zeit verschwanden gleich mehrere Au-pairs spurlos... Wenig später taucht eine zweite Leiche auf: ein hübsches chinesisches Au-pair. Beide getötete Frauen waren an Händen und Füßen gefesselt, an den Tatorten lagen rote Gladiolen. Viel deutet auf chinesische Triaden hin, aber organisiertes Verbrechen im tiefsten Ostfriesland? Josefine mag an diese Theorie nicht so richtig glauben. Wie immer ermittelt sie auf ihre eigene Art, und bringt sich dabei in tödliche Gefahr...

Die anderen Bände der "Doktor Josefine Brenner ermittelt" - Reihe:
http://amzn.to/2hILEG2
1. Mord in Greetsiel
2.Mord in Wiesmoor
3. Mord in Leer


Weltbild:
E-Book http://bit.ly/2kK2mln
Taschenbuch http://bit.ly/2jIfeuD

Amazon:
E-Book http://amzn.to/2jXZ2WT
Taschenbuch http://amzn.to/2jM8F82


Nach den Ostfriesenkrimis „Mord in Greetsiel“ (ISBN 978-3-95573-271-4), „Mord in Wiesmoor“ (ISBN 978-3-95573-337-7) und „Mord in Leer“ (ISBN 978-3-95573-450-3) ist jetzt mit „Mord in Pilsum“ (ISBN 978-3-95573-539-5), der vierte Fall mit Dr. Josefine Brenner erschienen.

Der Roman von Susanne Ptak kann bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren erworben werden zum Preis von 3,99 Euro.

„Mord in Pilsum“ gibt es ebenfalls als Taschenbuchausgabe (ISBN 978-3-95573-540-1) zum Preis von 11,99 Euro. Die Buchtitel sind im Klarant Verlag erschienen.


Mehr Informationen zu „Mord in Pilsum" erhält der Leser hier:

https://www.amazon.de/Pilsum-Ostfrieslandkrimi-Josefine-Brenner-ermittelt-ebook/dp/B01MR8XT9F

sowie eine Leseprobe auf https://www.weltbild.de/artikel/ebook/mord-in-pilsum-ostfrieslandkrimi_22570912-1

 

Mittwoch, 1. Februar 2017

Rezension - Herr S. bekommt Besuch

Herr S. bekommt Besuch
Roman 

von Patrick Hinz (Autor)

Seiten: (ca.) 225
Erscheinungsform: Originalausgabe
Erscheinungsdatum: Dez 2016
ISBN: eBook 9783958247987
eBook-Formate: Sie können das eBook bei uns im MOBI-Format für den Kindle oder im ePUB-Format für alle anderen eReader kaufen. Alle dotbooks-eBooks werden ohne Kopierschutz ausgeliefert.










Kurzbeschreibung: 

Eine Komödie mit Tiefgang, eine Tragödie mit Herz: Das einfühlsame Lesevergnügen „Herr S. bekommt Besuch“ von Patrick Hinz als eBook bei dotbooks.

Wenn das Schicksal zweimal klingelt … Es gibt Menschen, die gerne über Gefühle sprechen – und zu dieser Sorte gehört Herr S. eindeutig nicht. Ganz im Gegenteil: Herr S. lässt niemanden an sich heran und hat es sich in seinem stacheligen Schutzpanzer sehr bequem gemacht. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem zwei Menschen vor seiner Tür stehen, zu denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Der eine ist sein Cousin, ein nerviger Eso-Fuzzi. Die andere ist seine Mutter. Und die ist sterbenskrank.
Nein, Herr S. ist wirklich kein Mann, der gerne über seine Gefühle spricht – aber das heißt nicht, dass er keine hat. Denn nun holen sie ihn mit erstaunlicher Geschwindigkeit ein …

Von verletzten Gefühlen und neuen Chancen: Ein bewegender Roman über die Fallstricke des Schicksals und den Wahnsinn, den man Leben nennt.

Meine Meinung: 

Herr S. mag es absolut nicht über Gefühle zu sprechen, vielmehr schottet er sich diesbezüglich vollkommen ab. Eines Tages steht sein Cousin und kurz darauf seine sterbenskranke Mutter vor der Tür und Herr S. macht eine erstaunliche Wandlung durch...

Wer hier eine leichte Komödie erwartet, liegt vollkommen falsch. Natürlich konnte ich mir ab und an ein Schmunzeln nicht verkneifen, allerdings ist dieser Roman von Patrich Hinz sehr tiefsinnig und berührend und hat mich tief bewegt.

Herr S. ist zu Anfang ein sehr unsymphatischer Mensch, schaut man aber hinter die Kulissen merkt man schnell, dass er einfach so versucht all das Schlimme, das ihm in seinem bisherigen Leben widerfahren ist mit sich selbst auszumachen, denn Gefühle sind etwas für Anfänger...

Witzig fand ich den Cousin, der das Leben des Herrn S. auf den Kopf stellt und liebenswert-nervig daherkommt.

Die Wandlung des Herrn S. hat mich sehr beeindruckt und der Mensch, der Herr S. eigentlich ist, kommt zum Vorschein. Gemeinsam mit seinem Cousin  pflegt Herr S. seine kranke Mutter. Herr S. führt emotionale und auch witzige Gespräche mit seiner Mutter, die er mal abgöttisch geliebt hat  und die mir auch anfangs alles andere als symphatisch war....

Tatsächlich gebe ich zu, dass mir der Abschied von diesen liebevoll gezeichneten Charakteren, als das Buch gelesen war. sehr schwer gefallen ist. Nicht nur Herr S. machte eine Wandlung durch sondern auch sein Cousin und seine Mutter und wieder ein Mal bestätigt sich, dass Blut dicker als Wasser ist.

"Herr S. bekommt Besuch" ist kein Roman, den man liest und vergisst, vielmehr hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt und mich in ein Wechselbad der Gefühle geschickt und ich muss zugeben, dass mir mehr als ein mal Tränen der Rührung in den Augen standen! Ein großartiger, kurzweiliger, unterhaltsamer und bewegender Roman, für den ich sehr gerne eine absolute Leseempfehlung gebe!