Mittwoch, 14. September 2016

Rezension - Die Wahrheit

Melanie Raabe
DIE WAHRHEIT

Thriller


Originalausgabe

Paperback, Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-75492-2
€ 16,00 [D] | € 16,50 [A] | CHF 21,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: btb
Erscheinungstermin: 29. August 2016






Kurzbeschreibung:

Vor sieben Jahren ist der reiche Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …

Meine Meinung: 

Sarahs Mann, Philipp Petersen, verschwindet bei einer geschäftlichen Reise nach Südamerika spurlos. Sarah muss den gemeinsamen Sohn alleine großziehen. Gerade hat sie sich soweit damit abgefunden, dass ihr Mann nicht mehr auftaucht, allerdings weigert sie sich daran zu glauben, dass er tot ist. Nach sieben langen Jahren bekommt sie einen Anruf, dass Philipp aufgetaucht ist. Natürlich macht sich Sarah mitsamt Sohn sofort auf zum Flughafen um ihren Mann wieder in die Arme zu schließen. Allerdings wird sie herbe enttäuscht, denn der Mann ist nicht Philipp. Keiner scheint ihr zu glauben, denn dieser Mann weiß alles über sie, ihrer Ehe und dem Sohn. Der Fremde droht Sarah damit, ihr Leben zu zerstören, wenn sie sein Spiel nicht mitspielt...

Ich habe mich, nachdem ich schon "Die Falle" verschlungen habe, sehr auf den zweiten Thriller von Melanie Raabe gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Normalerweise gehe ich auf den Schreibstil eines Buches generell nicht ein, allerdings muss ich sagen, dass der Schreibstil von Melanie Raabe für mich wie Musik ist. Ich weiß nicht, wieviele Zitate ich mir markiert habe, denn ich möchte nicht, dass diese sätze für mich verlorengehen. Ganz großes Kino und eine lobende Erwähnung wert!

Zur Story:

Die Autorin schildert uns die Geschichte zweier Menschen, die mich von Beginn an gefesselt hat. Sarah leidet sehr darunter, dass ihr Mann verschwunden ist, doch bald schon wird klar, dass die Frau irgendein Geheimnis mit sich herumschleppt und ihr ganzes Handeln in irgendeiner Art und Weise damit zusammenhängen muss.

Zu dem "Fremden" wie Sarah den Mann, der behauptet Phillip zu sein, nennt, hatte ich zwiespältige Gefühle. Wenn er nicht Phillip ist, warum und woher weiß er soviel über sie? Einerseits war mir "der Fremde" symphatisch, andererseits gelang es mir lange nicht, sein Spiel zu durchschauen. Auch er hat ein Geheimnis, dass es galt rauszufinden.

Im Leben des Ehepaares gab/gibt es einige Menschen, die Phillip entlarven könnten, allerdings kann man den Mann einfach nicht greifen. Selbst die demente Mutter, deren Verhältnis zu Sarah angespannt ist, behauptet, das "der Fremde" nicht ihr Sohn sei. Doch inwieweit kann man ihr glauben?

So entwickelt sich zwischen Sarah und dem Fremden ein Katz-und Mausspiel, dass sehr interessant und hochspannend ist! Ich habe "Die Wahrheit" kaum zur Seite legen können, denn ich musste unbedingt wissen, welche Geschichte hinter dem Fremden und Sarah steckt.

Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende, welches mir ziemlich weit hergeholt erschien, jedoch war ich trotzdem damit ganz zufrieden und ich kann auch nicht sagen, was ich eigentlich erwartet habe. Allerdings wiegt die Spannung, die sich über die ganze Geschichte zieht, das für mich, kleine Manko, wieder auf!

Fans von Psychothrillern werden ihre helle Freude an "Die Wahrheit" haben und mit ihrem zweiten gelungenen Buch, hat Malenie Raabe in mir einen Fan gefunden! Ich freue mich auf das nächste Buch!






Montag, 12. September 2016

Buchvorstellung - Ostfriesisches Erbe

Hauke Holjansen ermittelt: Ostfrieslandkrimi "Ostfriesisches Erbe" von Andrea Klier im Klarant Verlag

"Ostfriesisches Erbe" ist der siebte Ostfriesenkrimi aus der erfolgreichen Krimireihe um den Kultkommissar. Diesmal ermittelt Hauke Holjansen in einer Mordserie auf der Nordseeinsel Borkum

Seit dem Jahr 2014 klärt Hauptkommissar Hauke Holjansen in der Ostfrieslandkrimireihe der Autorin Andrea Klier Verbrechen auf. Jetzt ist mit "Ostfriesisches Erbe" der siebte Band erschienen. Hauptkommissar Hauke Holjansen hat sich bei den Lesern zu einem sehr beliebten Krimicharakter entwickelt. Regelmäßig stehen seine Fälle in den Bestsellerlisten der E-Book-Charts und jeder neue Band wird mit Ungeduld von den Fans erwartet.



Ostfriesisches Erbe
Andrea Klier

Ostfrieslandkrimi

Artikel-Nr.: 9783955734916

Klarant










Zum Inhalt von "Ostfriesisches Erbe":  

Die ostfriesische Insel Borkum erlebt düstere Zeiten. Ein Arzt wird tot aufgefunden, mit den Stichwunden einer Harpune, und der Besitzer einer Lebensmittelkette wird erpresst. Gibt es zwischen den Fällen einen Zusammenhang? Hauptkommissar Hauke Holjansen und sein Kollege Sven Ohlbeck werden auf die Insel geschickt, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Ihre Ermittlungen führen sie zu Brun van der Heyde, dem Besitzer einer renommierten Privatklinik. Er ist schwer krank, und etliche Personen sind an der Änderung seines Testaments interessiert. Als ein weiterer Harpunenmord geschieht, stellt sich die Frage: Geht es um Rache oder steckt ein gigantisches Erbe dahinter? Die Serie der Verbrechen reißt nicht ab, und die Kommissare stoßen immer tiefer in ein schier endloses Netz krimineller Machenschaften …


In der Reihe "Hauke Holjansen ermittelt" sind die Ostfrieslandkrimis
"Lazarusmorde" (ISBN 978-3-95573-115-1)
"Die schwarze Perle" (ISBN 978-3-95573-199-1)
"Ostfriesische Rache" (ISBN 978-3-95573-250-9) 
"Friesische Zerstörung" (ISBN 978-3-95573-295-0)
"Das letzte Ultimatum" (ISBN 978-3-95573-335-3)
"Tödliche Wappen" (ISBN 978-3-95573-409-1) und jetzt auch 
„Ostfriesisches Erbe“ (ISBN 978-3-95573 -491-6) im Klarant Verlag erschienen.  


Der Roman kann bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren erworben werden zum Preis von 3,99 Euro

Mehr Informationen zu dem E-Book "Ostfriesisches Erbe" erhält der Leser hier: https://www.amazon.de//dp/B01LQDYQIQ und eine Leseprobe auf https://www.weltbild.de/artikel/ebook/ostfriesisches-erbe-ostfrieslandkrimi_22035709-1  

Donnerstag, 1. September 2016

Blogtour / "Evolution" - Die Stadt der Überlebenden

Heut ist schon Tag 9 der Blogtour zu Thomas Thiemeyers "Evolution" aus dem Arena Verlag! Ich erzähle euch heute mal etwas ziemlich Gruseliges...






Sicherlich habt ihr schon mal irgendwo gehört oder gelesen, dass scheinbar völlig harmlose Menschen von Vögeln angegriffen wurden. In Thomas Thiemeyers "Evolution" ist das ein großes Thema. Vögel greifen systematisch die Helden in Thiemeyers Geschichte an.

Alles Fiktion, mögt ihr euch jetzt denken. Weit gefehlt, das gibt es nämlich tatsächlich!

Was sich anhört wie bei Hitchcock geschieht tatsächlich dann und wann mal. Vögel greifen Menschen an. Zwar nicht so wie in dem Film "Die Vögel", trotzdem ist das beängstigend.




Krähen und Bussarde greifen mitunter schon mal ganz gerne an. Das tun die Vögel nicht aus Boshaftigkeit, sondern vielmehr um ihr Brutrevier zu verteidigen.


Rätselhaft ist allerdings, warum zB. ein Mäusebussard Spaziergänger oder Jogger angreift, wie es auch schon passiert ist. Selbst Angriffe von Käuzchen, wenn man sich in irgendeiner Form den Jungen nähert gab es schon und die können mitunter auch ganz schön schmerzhaft sein.

Leuchtet alles ein, oder? Dann wartet mal, bis ich euch einen geflügelten Zeitgenossen zeige, dem ihr sicher nicht begegnen wollt...








Eigentlich ist er doch wunderschön, oder? Das hier ist ein Kasuar und der Gute ist in Australien beheimatet. Schillernde Farben und das Horn auf dem Kopf machen ihn einzigartig.

Nach einem Zyklon haben die australischen Behörden eindringlich vor diesem flugunfähigen Vogel gewarnt. Nachdem sein Lebensraum nahezu zerstört und somit kleiner geworden ist, wagt sich dieser Laufvogel bis in bewohnte Gebiete vor.

Angst muss er keine haben, denn der Kasuar wird bis zu 1,70 m groß! Außerdem kann er bis zu 50 km/h schnell laufen und dann ist da noch seine Waffe -  ca. 10 cm lange, dolchartige Klauen!

Überliefert ist, dass 1926 ein 16jähriger eine Begegnung mit dem Kasuar mit dem Leben bezahlt hat. Der Bauerssohn wollte das Tier einfangen, worauf der Vogel dem Jungen den Hals aufgeschlitzt hat.

Von den Kasuaren gibt es nur noch rund 1000 Exemplare. Die Behörden werfen Futterpakete für die majestätischen Vögel ab, um die Art zu schützen. Sollte ihr also mal in Australien unterwegs sein, legt euch nicht mit dem, wie es heißt, "gefährlichsten Vogel der Welt", an.





Wenn ihr trotzdem den Nervenkitzel sucht, gehts auch etwas näher. In Island ist die Küstenseeschwalbe beheimatet. Die greift schon an, wenn ein Mensch nur einen Fuß in ihr Gebiet setzt und pickt vor allem gerne auf den Köpfen der Leute ein. Die Menschen, die da durch wollen/müssen, bewaffenen sich mit einem langen Stock oder Schirm und schwingen den solange über dem Kopf, bis sie -  hoffentlich unbeschadet - da durch sind.





Ich werde nun meine kleine Biologiestunde im Rahmen der Blogtour schließen und nach den Recherchen, die ich so zu diesem Thema gemacht habe ist mir eins absolut klargeworden:

Die Natur ist einzigartig und jeder hat seinen Platz darin. Wenn der Mensch immer mehr auf diesem wunderschönen Planeten zerstört um noch`n Parkhaus, noch`n Einkauszentrum oder dergleichen aus dem Boden zu stampfen, die Meere und die Luft noch mehr verschmutzt und verpestet, wird die Natur eines Tages zurückschlagen - zu Recht!

Der Mensch ist bis dato das angeblich Intelligenteste, was die Evolution hervorgebracht hat, manchmal beschleicht mich allerdings der Gedanke, dass der Mensch an sich schon eine tolle "Produktion" ist, nur mit zu viel oder zu wenig ( das kann man sehen wie man will )Hirnschmalz ausgestattet. Der Mensch ist nur ein Teil der Evolution, die immer weitergehen wird und wenn ich daran denke, wie der Mensch sich in ein paar hunderttausend Jahren weiterentwickelt hat, bekomme ich Angst. Vielleicht hat sich das dann aber auch schon erledigt, denn wir sind auf dem besten Wege uns selbst auszurotten.

Bis dahin habt aber noch ganz viel Spaß am Beobachten, vielleicht von diesen niedlichen Tierchen - ist allemal ungefährlicher ;)








Morgen geht`s weiter bei Skyline of books - schaut unbedingt vorbei!

Freitag, 26. August 2016

Rezension - Märchenwald

Martin Krist
Märchenwald


Thriller
Taschenbuch
Broschur
416 Seiten

ISBN-13 9783548287645
Erschienen: 12.08.2016

Ullstein





Kurzbeschreibung: 


Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa ...«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.

Meine Meinung: 

Der elfjährige Max wird nachts von seiner Mutter geweckt. Diese sperrt ihn, zusammen mit seiner vierjährigen Schwester in einen Wandschrank ein. Max kann nur noch hören, wie seine Mutter den Kindern aufträgt, dass sie zu Opa gehen sollen. Kurz darauf schreit seine Mutter und dann folgt Stille.
Max erzählt seiner Schwester Ellie vom Märchenwald und dann machen sich die beiden alleine auf den Weg zu Opa.

Unterdessen erwacht auf dem Alexanderplatz eine Frau, blutüberströmt und ohne Gedächtnis...

Wer die Thriller von Martin Krist kennt, weiß, dass der Autor nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren und auch nicht mit seinen Lesern umgeht. Als Mutter habe ich fast Schnappatmung gekriegt, wenn ich mich in die Kinder, die alleine durch Berlin irren, um zu ihrem Opa zu gelangen, hineinversetze. Die gelang mir sehr gut und von Beginn an, war ich von dem Thriller gefangen und habe ihn auch tatsächlich in einem Stück verschlungen.

Martin Krist erzählt eine Geschichte, in der auf den ersten Blick erst mal nichts zusammenpasst und ich bin immer wieder erstaunt, wie sich Kapitel um Kapitel das Dunkel lichtet und immer mehr zu einer schlüssigen Story wird. Bei "Märchenwald" handelt es sich um einen knallharten, hochspannenden Thriller, bei dem ich magenschwachen Lesern empfehle, nicht unbedingt bei der Lektüre zu essen und wenn das dann doch sein muss, das eben Gegessene auch bei sich zu behalten.

Max hat mich beeindruckt. Mit seinen elf Jahren denkt und handelt er mutig und logisch um seine Schwester, der er während ihrer Odysee erzählt, dass das alles nur ein Spiel ist und sie sich einfach vorstellen sollen, dass sie sich im Märchenwald befinden, einigermaßen sicher durch Berlin bis zum Ziel zu schleusen.

Die Frau ohne Gedächtnis hat mir leid getan. Auf der Suche nach sich selbst, muss sie sich teilweise auf zwielichtige und nicht gerade freundliche Menschen verlassen. Viel mehr möchte ich nicht dazu schreiben, denn spoilern liegt mir - wie immer - fern.

Kalkbrenner und Muth sind zusammen ein tolles Team,bei dem sich nach wie vor einer auf den anderen verlassen kann und natürlich fehlen Kalkbrenners "Helferlein" auch in diesem Band nicht. Ich muss gestehen, dass ich nicht die gesamte Reihe um Paul Kalkbrenner gelesen habe, trotzdem hatte ich keinerlei Schwierigkeiten in die Story zu finden. "Märchenwald" ist der fünfte Band aus der Reihe.

Fazit: hochspannend, rasant und gespickt mir Ekelszenen! Der "böse Bube" der Thriller wird immer böser und so wünsche ich zukünftigen Lesern im doppelten Sinne guten Appetit und vergebe gerne eine absolute Leseempfehlung!




Mittwoch, 24. August 2016

Rezension - Das Böse in euch

Rhena Weiss
Das Böse in euch

Psychothriller

Originalausgabe

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48321-1
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann
Erscheinungstermin: 16. Mai 2016







Kurzbeschreibung: 

In Wien verschwinden mehrere Mädchen spurlos. Als man die Leiche der 16-jährigen Tanja entdeckt, übernimmt die LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer den Fall. Auf Tanjas Körper identifizieren die Gerichtsmediziner die DNA-Spuren zweier weiterer vermisster Mädchen, von denen eines bald darauf ermordet aufgefunden wird. Kilian Weilmann, Kriminalpsychologe des LKA, glaubt, dass die Morde auf das Konto eines Sexualstraftäters gehen. Doch Michaela vermutet einen anderen Hintergrund. Dann ist plötzlich Michaelas Nichte Valerie verschwunden – und der Ermittlerin wird auf brutale Weise bewusst, dass der Täter ein grausames Spiel mit ihr treibt ...

Meine Meinung: 

Zuerst mal hat mich das Cover dazu animiert, das Buch zu lesen und wenn dann auch noch vorne drauf Psychothriller steht, bin ich sofort zu Hause!

Michaela Baltzer wird zu einem Tatort gerufen, an dem man die 16-jährige Tanja entdeckt. Auf deren Leiche findet sich die DNA von zwei weiteren, vermissten Mädchen. Als dann eine zweite Leiche auf schreckliche Art und Weise auftaucht bekommt Michaela bald Angst um ihre Nichte Valerie, denn die lebt seit kurzem bei Michaela, weil dernen Eltern ein Jahr im Ausland verbringen. Dann geschieht das Befürchtete und Valerie ist verschwunden.

Die Komissarin Michaela Baltzer ist ein sehr sympatischer Charakter. Sie hat jetzt nicht nur ihre Arbeit, die sie nach den Vermisstenfällen auf Trab hält, sondern auch noch Valerie, um die sie sich kümmern muss und auch gerne kümmern will. Auch Valerie habe ich ganz schnell ins Herz geschlossen. Sie ist ein normaler Teenager und weiß schon ganz genau, dass sie in die Fußstapfen von Michaela treten will und später auch mal bei der Polizei arbeiten möchte. Valerie beginnt auf eigene Faust in den Vermisstenfällen zu ermitteln und ahnt gar nicht, in welche Gefahr sie sich dabei gibt...

"Das Böse in euch" ist ein rasanter Psychothriller, mit einem Täter, der mir so in noch keinem Buch begegnet ist. Mir gefällt es immer sehr gut, wenn Kapitel aus der Sicht des Täters erzählt werden und so wird einem schnell bewusst, was für eine kaputte Existenz im Entführer lebt und welche traurige und sehr erschreckende Geschichte ihn umtreibt und zu seinen Taten zwingt.

Ein Psychothriller wäre kein Psychothriller, wenn der Leser nicht miträtseln kann, wer sich hinter dem Entführer verbirgt.Bei mir stehen erstmal immer alle unter Generalverdacht und so ab dem letzten Drittel hatte ich eine Ahnung, war mir aber nicht ganz sicher und so flogen die letzten Kapitel, wie auch schon die Vorigen einfach so dahin, bis der Täter endlich identifiziert war!Tatsächlich ist es so, dass ich "Das Böse in euch" in einem Rutsch gelesen habe, denn von Seite eins an bis zum Schluss ist und bleibt die Story hochspannend, sodass das Weiterlesen nicht schwer fällt.

Ich hoffe sehr, dass es einen zweiten und noch viel mehr Bände um die symphatische Ermittlerin Micha Baltzer geben wird und so warte ich geduldig...

Fazit: Hochspannend, erschreckend, traurig, Gewürzt mit tollen Charakteren = ein brillianter Psychothriller, den man auf keinen Fall verpassen sollte! Absolute Leseempfehlung und ein Platz in meiner persönlichen Highlightliste ist sicher!

Montag, 22. August 2016

Rezension - Anders

Anita Terpstra
Anders

Thriller


Originaltitel: Anders
Originalverlag: De Bezige Bij/Cargo, Amsterdam 2014
Aus dem Niederländischen von Jörn Pinnow
Deutsche Erstausgabe

Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0257-8
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Blanvalet




Kurzbeschreibung: 

Wie gut kennen wir die, die uns am nächsten sind, wirklich?

Alma Meester, ihr Mann Linc und die beiden Kinder Iris und Sander sind eine ganz normale, glückliche Familie. Bis zu dem Tag, als der elfjährige Sander zusammen mit einem Freund während eines Ferienlagers spurlos verschwindet. Der andere Junge wird kurz darauf tot aufgefunden, doch Sander bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Sechs Jahre später meldet sich ein junger Mann bei einer deutschen Polizeistation. Er sei der verschwundene Sander Meester. Die Familie ist überglücklich, doch nach und nach kommen der Mutter Zweifel. Ist der Junge wirklich ihr Sohn? Und was ist in der Nacht damals tatsächlich passiert?

Meine Meinung: 

Alma, Linc und ihre beiden Kinder Sander und Iris sind eine ganz normale Familie. Das Familienidyll endet, als der elfjährige Sander während eines Aufenthaltes in einem Feriendorf verschwindet. Sander war mit seinem Freund zusammen und dieser wird wenig später tot aufgefunden. Alma lässt nichts unversucht ihren Sohn zu finden und nach sechs langen Jahren taucht tatsächlich ein junger Mann auf, der behauptet Sander zu sein. Trotz allem scheint irgendetwas nicht zu stimmen....

Zu Beginn gibt uns Anita Terpstra einen Rundumblick in eine Famile, die perfekt zu sein scheint, allerdings scheint die Protagonistin Alma alles andere als geerdet. Klar, ihr Sohn wird vermisst aber bald wird klar, dass Alma ihre Kinder unterschiedlich behandelt hat und Sander schon immer ihrer Tochter vorzog. Der Grund erschien mir einleuchtend, was nicht heißt, dass ich das für okay befunden habe. Iris, Sanders ältere Schwester scheint weitaus mehr zu wissen, allerdings rückt sie mit der Sprache nicht raus. Auch Linc, der Ehemann und Vater ist irgendwie...anders. Er ist nach dem Verschwinden seines Sohnes in eine tiefe Depression gefallen und kommt mit dem Auftauchen Sanders überhaupt nicht klar.  Nach und nach wusste ich dann überhaupt nicht mehr was Sache ist und so flogen die Seiten nur so dahin! Eine durchgelesene Nacht und "Anders" war gelesen und ich einigermaßen schockiert!

Die Autorin hetzt den Leser von einem Zwiespalt in den nächsten und ich habe mir die wildesten Spekulationen zurechtgelegt ob Sander wirklich der ist, den er vorzugeben scheint und wenn nicht, warum? "Anders" beschreibt eine Story voller Verzweiflung, Lügen und Bosheit! Inwiefern sich diese Boshaftigkeit äußert, werde ich hier ganz bestimmt nicht verraten, dass müssen zukünftige Leser schon selbst herausfinden. Ich weiß nicht, mit welchem Buch sich "Anders" vergleichen lässt, denn eine Story wie diese habe ich so noch nie gelesen. Fakt ist, dass mich "Anders" auf mehrere Arten geschockt hat und mir eine Gänsehaut beschert hat!

"Anders" macht seinem Titel alle Ehre, denn für mich war das Buch wirklich ganz anders als erwartet.

Sehr gerne gebe ich eine absolute Leseempfehlung für diesen spannenden und rätselhaften Thriller!