Mittwoch, 28. Juni 2017

Rezension-Ich will brav sein

Clara Weiss
Ich will brav sein

Psychothriller

Originalausgabe

Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48604-5
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Goldmann











Kurzbeschreibung:

Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät ...

Meine Meinung:

Die Studentin Juli findet in München ein Zimmer in einer Dachwohnung bei der Schauspielerin Greta. Die beiden Frauen sind sich zunächst symphatisch, allerdings geschehen plötzlich seltsame Dinge. Juli findet auf dem Dachboden eine Leiche, ihre beste Freundin verscheindet von jetzt auf gleich und Greta benimmt sich auch höchst seltsam...

Ich habe schon das Debüt "Milchsblut" von Clara Weiss verschlungen und so freute ich mich natürlich sehr auf ihren zweiten Thriller. "Ich will brav sein"  ist ein Psychothriller, der genau meinen Geschmack trifft. Seltsame Dinge geschehen, die Juli nicht und der Leser schon gar nicht versteht und so beginnt das Ratespielchen und eine spannende Story!

Greta war mir auf anhieb irgendwie unsymphatisch. Die Gute scheint einen Putzzwang zu haben und auch sonst scheint sie ein sehr schwieriger Charakter zu sein. Juli wird auch von einem Gemüsehändler mit kryptischen Andeutungen vor Greta gewarnt, nimmt das aber erst mal nicht ernst. Allerdings beschleicht auch Juli das Gefühl, dass mit Greta irgendwas nicht stimmt und sie ihr nicht wohlgesonnen ist, obwohl dazu eigentlich gar kein Grund besteht. Sehr seltsam das alles...

Genug zur Story! "Ich will brav sein" hat mich, wie schon "Milchsblut" von Beginn an gefesselt. Ich liebe Psychothriller, in deren Handlung erst mal ziemlich undurchsichtige Dinge geschehen und ich liebe es mitzurätseln.

Clara Weiss hat einen sehr bildhaften Schreibstil und bei ihrer Beschreibung zu dem heißen Wetter, das in München herrscht, hab ich fast selbst Schweißausbrüche bekommen. Die Autorin hält dem Leser ab und zu mal Häppchen vor die Nase, die - ich zumindest - erst mal nicht greifen konnte. Ich habe mich auch ertappt, dass ich mich fragte, wie die Autorin aus dieser Nummer wieder rauskommen will und war so gespannt auf die Auflösung, dass ich das Buch irgendwann nicht mehr beiseite legen konnte!

Was soll ich sagen? Damit hatte ich so nicht gerechnet! Alles fügt sich zusammen und so beglückt uns die Autorin mit einem überraschenden, letzendlich aber logischen Ende!

Final kann ich nur sagen, dass ich mich auf Buch Nummer drei von Clara Weiss freue und sie wohl in mir eine neue Stammleserin gefunden hat!

Deshalb - absolute Leseempfehlung!



Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension - Wo ist Jay?

Astrid Korten
Wo ist Jay?

Psychothriller


Taschenbuch: 344 Seiten
Verlag: Independently published (18. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1521310025
ISBN-13: 978-152131002










Kurzbeschreibung:

„Der Nachtfalter symbolisiert die verborgene Seite des Menschen. In der Nähe von Licht wird er selbstzerstörerisch und die dunkle Seite einer Persönlichkeit kommt zum Spielen heraus.“ Eine junge Frau wird im Aachener Stadtgarten brutal zusammengeschlagen. Wenig später stirbt sie an ihren Verletzungen. Nicht weit davon entfernt wohnt die Tierärztin, Mia Becker, mit ihrem Mann Leon und den Kindern Esther und Benny. Nach einem Girlfriend-Wochenende verschwindet Mias beste Freundin, die charmante, gut aussehende Jay de Winter, spurlos. Mia ist davon überzeugt, dass Jay ihre Familie nicht freiwillig verlassen hat, zumal die Tote aus dem Stadtgarten Jay verblüffend ähnlich sieht. Wo ist Jay? Außer Mia, fragt sich das niemand. Die Freunde benehmen sich seltsam und scheinen etwas zu verbergen. Auf der Suche nach Jay beginnt für Mia ein Alptraum. Sie wird in ein Netz aus Lügen, Intrigen, Hass und Verrat verstrickt. Ein unbändiger Zorn bekommt Flügel Nichts ist, wie es scheint ... „Wo ist Jay?“ ist ein spannender Psychothriller, der die Hintergründe eines alten Mordfall aufgreift. Liebe, Lust, Neid und Hass führen zu einem fulminanten Ende, das Sie so schnell nicht vergessen werden. Wer Freunde hat, sollte diesen atemberaubenden Psychothriller unbedingt lesen ... Überarbeitete Fassung Erste Pressestimme: "Astrid Korten hat mit ihrem neuen Thriller „Wo ist Jay“ nicht nur einen spannungsgeladenen Roman geschaffen, in dem der Verrat an die Freundschaft wie ein Sturm durch das Buch nur so tost. Wo ist Jay ist auch eine messerscharfe literarische Analyse eines Gesellschaftsphänomens: der Verlust von Scham. So spannend, so traurig, dass wir froh sind, keine Antworten schreiben zu müssen, sondern nur mitlesen dürfen. Spannend und nervenzerreißend. WAZ - Stadtspiegel Mai 2017

Meine Meinung: 

Eines Tages verschwindet Jay spurlos. Keiner ihrer Freunde macht sich irgendwelche Gedanken. Jay wird schon wiederkommen. Noch nicht mal ihr Ehemann ist großartig beeindruckt. Nur Mia, Jays beste Freundin setzt alle Hebel in Bewegung um ihre Freundin zu finden.

Wow! Astrid Kortens neuester Psychothriller hat es in sich. Wenn man Freunde hat, braucht man manchmal keine Feinde mehr...

Mia ist beunruhigt als ihre Freundin Jay nach einem Girlfriend-Wochenende spurlost verschwindet. Zumal eine ermordete Frau im Stadtgarten gefunden wurde, die Jay sehr ähnlich sieht.

Mia, Jay und ihre Clique treffen sich regelmäßig und scheinen auf den ersten Blick allerbeste Freunde zu sein. Im Laufe der Story kristallisiert sich allerdings heraus, dass einige Freunde, zum Erstaunen Mias, Jay gar nicht so wohlgesonnen sind. Neid, Eifersucht und auch Liebe spielen in dem Psychothriller eine große Rolle und als Leser fängt man irgendwann an selbst seine Freundschaften zu hinterfragen.

Mia kann sich einfach nicht vorstellen, dass Jay einfach fortgegangen ist und ihre Familie, vor allem die beiden Kinder, einfach so verlassen hat. Sie bekniet Jays Ehemann zur Polizei zu gehen, beginnt die Wege, die Jay vor ihrem Verschwinden gegangen sein könnte zu rekonstruieren und steht damit ziemlich alleine da. Was ist mit Jay passiert? Mia meint auch in irgendeiner Form verfolgt zu werden, kann das allerdings nicht mit Sicherheit behaupten. Immer wieder versucht Mia ihre Freunde zu mobilisieren Jay zu suchen, die wollen allerdings davon so gar nichts wissen. Im Gegenteil, sie beginnen sogar zum Teil Mia deswegen anzufeinden, allen voran ihr eigener Ehemann.

Ich durfte bisher alle (Psycho)Thriller der  Autorin lesen und muss sagen, dass Astrid Korten von Buch zu Buch besser wird. "Wo ist Jay?" basiert auf Tatsachen und wurde von Astrid Korten sehr spannend und etwas verzwickt, allerbeste Psychothrillermanier eben, in ihrem Buch ausgearbeitet.

Die Charaktere sind authentisch gezeichnet. Unterschiedliche Charaktere die mit ihren Eigenschaften von naiv bis rätselhaft und symphatisch und unsymphatisch sehr lebhaft daherkommen.

Der Thriller baut sich langsam auf, wird immer spannender und endet in einem rasanten Finale, das ich so nicht erwartet habe. Ich habe diese Wendung noch nicht mal geahnt, denn die Autorin versteht es vorzüglich sich so lange bedeckt zu halten, bis die Geschehnisse einem fast den Boden unter den Füßen wegreißen!

Was soll ich noch sagen? Spannend mit einem mehr als überraschenden Ende und so gibt es von mir für "Wo ist Jay?" eine absolute Leseempfehlung.Außerdem wird sich der Psychohriller in meiner persönlichen Highlightliste einreihen! Unbedingt lesen!




Dienstag, 20. Juni 2017

Rezension-Die Sekte der Bluthexe


Lina George
Die Sekte der Bluthexe
Thriller

Seitenanzahl: 300 ISBN: 978-3-7345-1308-4 Größe: 14,8 cm x 21,0 cm Erscheinungsdatum: 22.02.2016 Tredition











Kurbeschreibung:

Das FBI stößt auf mehr als 47 grausam zugerichtete Mädchenleichen, die alle das Blut ein und derselben Frau an sich haben. Als eine Spezialeinheit auf der Spur eines Drogenkartells über einen Tempel im mexikanischen Dschungel stolpert, finden Sie dort die Quelle der Blutmale: ein vierjähriges Mädchen. Es wurde aus einem amerikanischen Waisenhaus entführt und wird nun von der Familie des Mannes, der sie gerettet hat, liebevoll aufgenommen.
Es stellt sich bald heraus, dass es weltweit noch mehr Opfer gab — viel mehr. Der Tempel in Mexiko war nicht der einzige, die Anhängerschaft ist groß ... Die Hintermänner der Sekte sind noch immer auf freiem Fuß und verzweifelt auf der Suche nach ihrer heiligen Bluthexe …

Meine Meinung: 

Der Klappentext gibt alle Infos, die man zu dem Buch haben muss schon her. Deshalb verzichte ich auf eine eigene Inhaltsangabe.

"Die Sekte der Bluthexe" ist ein Thriller, in dem es um die tiefsten Abgründe des Menschen geht. Der Thriller ist sehr spannend, auch wenn das Thema zum Teil schwer für mich zu ertragen war.Lina George führt den Leser in die tiefsten Abgründe. Das Lesen des Thrillers erfordert also starke Nerven!

Die Familie, in der das kleine Mädchen unterkommt ist authentisch gezeichnet. Lina George baut in dem Thriller einige Wendungen ein, die es schwer machen das Buch aus den Händen zu legen. Einzig zum Durchatmen habe ich die Geschichte für kurze Zeit sich selbst überlassen, bevor ich wieder zum Buch gegriffen habe, weil ich schnell wissen musste, wie es weitergeht und vor allem wie die Story endet!Ein Thriller, der mich auch nach dem Lesen nachdenklich macht und immer noch beschäftigt!

Die Geschichte ist noch nicht ganz zu Ende erzählt. Deshalb freue ich mich sehr auf Band zwei -  "Josefine" - der schon bei mir bereitliegt!

Für Thrillerfans mit starken Nerven gebe ich gerne eine Leseempfehlung!





Montag, 19. Juni 2017

Rezension - Aus dem Koma

Siegfried Langer
Aus dem Koma
Thriller


Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1332 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 184 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B072SK6BSB









Kurzbeschreibung: 

Alle Erinnerungen an mein bisheriges Leben sind ausgelöscht.
Ich weiß nicht mehr, wer ich bin und wie ich heiße.

Eine attraktive Frau, die sich als meine Freundin ausgibt, kümmert sich liebevoll um mich. Doch ich spüre, dass sie mir nicht die Wahrheit erzählt und dass unsere Liebe ein dunkles Geheimnis birgt.
Ein Psychologe, der mir helfen soll, Licht ins Dunkel zu bringen, schafft lediglich eine Vielzahl neuer Rätsel.
Ein Kommissar drängt darauf, mich wegen eines Mordes zu vernehmen. Als Zeuge? Oder als Verdächtiger?

Doch nicht nur mein Gedächtnis spielt mir Streiche, sondern zudem auch meine Wahrnehmung.
Ich kann niemandem vertrauen, am wenigsten mir selbst ...

Meine Meinung: 

Sebastian wacht im Krankenhaus auf. Neben sich Susanne, seine Lebensgefährtin, an die er sich allerdings gar nicht erinnern kann. Sebastian kann sich eigentlich an gar nichts erinnern. Nicht wie er heißt, nicht was ihn überhaupt ins Krankenhaus gebracht hat. Als dann auch noch ein Komissar, der ihm nicht wohlgesonnen zu sein scheint. ihn im Krankenhaus besuchen kommt und ihm unangenehme Fragen stellt, weiß Sebastian weder ein noch aus...

Ich mag die Bücher von Siegfried Langer sehr. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, dass endlich wieder ein Thriller des Autoren erschienen ist!.

"Aus dem Koma" ist ein Thriller nach allerbester Siegfried-Langer-Manier, der mich von Anfang an miträtseln ließ und so konnte ich nicht aufhören, bis ich endlich wußte, welches Geheimnis Sebastian umgibt.

"Aus dem Koma" ist ein kurzer, knackiger und sehr spannender Thriller, in dem die Wahrnehmung - und nicht nur die des Protagonisten - verschwimmt und sich am Ende zu einer überraschenden aber logischen Auflösung zusammenfügt!

Für Thriller - und Langer-Fans sowieso - ein kurzes, spannendes Lesevergnügen, das Lust auf mehr macht!

Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension - Dead Letters - Schwestern bis in den Tod

Caite Dolan-Leach
Dead Letters - Schwestern bis in den Tod

ePub
400 Seiten
Dead Letters
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Marie Rahn.
ISBN-13 9783843715157
Erscheint: 16.06.2017

Ullstein











Kurzbeschreibung:

Von A bis Z, von Ava bis Zelda, von Anfang bis Ende, Schwestern für immer, Glück auf ewig – das stimmt schon lange nicht mehr. Ava hat ihre Zwillingsschwester und das Weingut der Familie in Upstate New York vor Jahren zurückgelassen und ein neues Leben in Paris begonnen. Als sie vom Tod Zeldas erfährt, tritt sie die Reise nach Hause an. Dort angekommen, meldet sich die totgeglaubte Schwester zurück: durch E-Mails, Briefe, Facebook-Nachrichten. Ist Zelda tatsächlich noch am Leben? Um das herauszufinden, muss sich Ava den Abgründen ihrer Familiengeschichte stellen. Doch kann sie die Wahrheit ertragen?

Meine Meinung: 

Ava und Zelda sind Zwillingsschwestern. Die ganze Familie scheint dem Alkohol mehr oder weniger verfallen zu sein. Die Eltern der Schwestern besitzen ein Weingut das mehr schlecht als recht läuft. Die Mutter der Schwestern ist nicht nur Alkoholkrank sondern auch dement, der Vater hat die Familie verlassen.
Ava lebt mittlerweile in Frankreich und hat ihrer Familie den Rücken gekehrt. Eines Tages erhält Ava die Nachricht, dass Zelda ums Leben gekommen ist und reist nach Hause. Seltsamerweise erhält Ava rätselhafte eMails von Zelda, die nach ihrem Tod verfasst sind....

Bei "Dead Letters" handelt es sich um einen Familienroman, der Geheimnisse aufdeckt, die der Protagonistin Ava überhaupt nicht schmecken.

Zelda ist (angeblich) in einer Scheune verbrannt, jedoch kann Ava das nicht glauben, bekommt sie doch noch - mehr oder weniger - kryptische Nachrichten von Zelda. Ava ist mit dem Leben und der Arbeit, die hinter dem Weingut und der Pflege der Mutter steckt vollkommen überfordert. Ihre Mutter fordert viel Aufmerksamkeit und zudem hält sie Ava auch noch für die tote Schwester Zelda.

Nach und nach deckt Zelda in ihren Briefen und eMails Wahrheiten über die Familie auf, die natürlich wehtun und die Ava mur schwer verdauen kann.

Bei "Dead Letters" handelt es sich um einen Roman über Eifersucht, Neid, Hass und jeder Menge Geheimnisse . Beim Lesen des Romans wusste ich manchmal nicht, wem ich denn nun glauben sollte -Ava oder Zelda. Wie kann Zelda überhaupt eMails senden, wenn sie tot ist. Steckt dahinter ein ausgeklügelter Racheplan oder ist sie wirklich tot und wenn ja, wer schickt Ava diese Nachrichten und warum?

Avas Fortgehen von dem Weingut kam nicht von ungefähr. Sie hatte Gründe für ihr Handeln. Ob diese Gründe nun gut oder eher unzureichend für das Weggehen waren, muss der Leser selbst entscheiden. Ich für meinen Teil war hin und hergerissen und ich habe lange darüber nachgedacht.

"Dead Letters" ist kein Roman, den man einfach mal so weglesen kann, denn um die ganze Tragweite zu erfassen, erfordert der Roman aufmerksames Lesen. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich diese ewige "Weintrinkerei" im Laufe der Story furchtbar genervt hat. Der Alkohol nimmt eine Menge Raum ein und das nicht nur, weil die Familie ein Weingut besitzt. Zu allen guten oder schlechten Gelegenheiten wird eine Flasche aufgemacht und meist auch gleich ausgetrunken. Diese ständige Wiederholung wurde mir irgendwann etwas zu viel.

Ansonsten ist "Dead Letters" ein sehr interessanter und auch spannender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

Wer Familiengeheimnisse, verpackt in einer rätselhaften Geschichte mag, ist bei "Dead Letters" genau richtig! Somit kann ich eine Leseempfehlung aussprechen!


Dienstag, 13. Juni 2017

Rezension - Murder Park

Jonas Winner
Murder Park

Thriller

Originalausgabe

Paperback, Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-42176-9
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis) Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: 13. Juni 2017










Kurzbeschreibung: 

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.

Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …

Meine Meinung: 

Zodiac Island ist ein beliebter Freizeitzpark bis dort drei fürchterliche Morde geschehen. 20 Jahre später soll der Park unter dem Namen "Murder Park" neu eröffnet werden. Dieses Mal jedoch, ist die Hauptattraktion ein Spiel, das wahrhaft Angst macht. Vor der endgültigen Eröffnung werden zwölf ausgewählte Personen, die über den Park berichten sollen, auf die Insel eingeladen. Drei Tage sollen sie dort verbringen und das Morden beginnt....

Mit Spannung und Vorfreude habe ich auf den neuesten Thriller von Jonas Winner gewartet. Sein Thriller "Die Zelle" hat mich schwer begeistert und so hatte ich natürlich hohe Erwartungen.

Zodic Island ist ein Vergnügungspark, der bei Familien mit Kindern sehr beliebt ist. Ein Killer geht um und ermordet drei alleineerziehende Mütter, worauf der Park geschlossen wird.

Nach 20 Jahren wird Paul Greenblatt und elf weitere Personen auf die Insel, in den Murder Park, eingeladen. Die Personen wurden mit einem Psychologen, der im Vorfeld Gespräche mit den Eingeladenen geführt hat, ausgewählt. Auffällig ist, dass alle Personen mit Zodiac Island in der Vergangenheit direkt oder indirekt zu tun hatten. Als den Leuten eröffnet wird, dass der Murder Park Singles zusammenbringen soll, indem sie in einem Spiel den "Killer" finden sollen, sind diese eher skeptisch. Einge von den Eingeladenen scheinen mehr zu wissen als Andere. Plötzlich geschieht ein Mord und keiner traut mehr dem Anderen. Gehört das nun zum Spiel oder ist es die Realität?

Mich hat der Thriller von Beginn an in den Bann gezogen und so habe ich "Murder Park" in einem Rutsch gelesen. Der Autor versteht es, seine Leser, wie auch seine Protagonisten dermaßen zu verwirren, dass diesen Hören und Sehen vergeht. Ich kann den Autoren fast sehen, wie er beim Schreiben diebisch gekichert und sich die Hände gerieben hat!

Das Thema des Murder Parks hört sich sehr spannend an, jedoch wird bald klar, dass das alles fast wie eine makabere Huldigung des damaligen und gefassten Täters Jeff Bohners anmutet. Mehr möchte ich zur Story gar nicht schreiben, denn ich möchte die Spannung nicht verderben.

"Murder Park" hatte eine unglaubliche Sogwirkung auf mich. Jonas Winner versteht es die Stimmung und die Ängste der Figuren so gut rüberzubringen, dass ich beim Lesen dann und wann schon mal über meine Schulter schauen musste um nachzusehen, ob ich noch alleine bin. Ich konnte mir, dank der bildhaften Beschreibung des Autoren, die Örtlichkeiten und auch die Personen sehr gut vorstellen und auch ich wusste irgendwann nicht mehr, wem ich trauen kann und wem nicht.

Wenn man denkt, dass es gar nicht mehr verwirrender sein kann, setzt Jonas Winner noch einen drauf, legt falsche ( oder doch richtige?) Fährten und baut Wendungen ein, wie bei einer Achterbahnfahrt! Das Ende des Thrillers? Wow! Was anderes fällt mir dazu nicht ein!

Mir hat es unheimlich Spaß gemacht "Murder Park" zu lesen und so gebe ich gerne eine absolute Leseempfehlung für diesen hochspannenden Thriller!