Sonntag, 28. Juni 2015

Im Autorenleben von....

Anna Schneider


Heute geht es  "Im Autorenleben von..." mit Anna Schneider, einigen unter euch bestimmt auch bekannt als Anna Martens (unter diesem Pseudonym schreibt Anna Thriller für Erwachsene), weiter.

Wie schon in den vorangegangenen Autorenleben, möchte ich euch zuerst Anna und ihre Bücher vorstellen.





Anna Schneider wurde im Mai 1966 in Bergneustadt in Nordrhein-Westfalen geboren. Ihr Studium und die Promotion legte sie in BWL an der Universität Trier ab. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin, als Personalmanagerin in einem Stahlunternehmen sowie bei einer Großbank und nebenberuflich als Dozentin und Coach beschäftigt

Seit 2010 ist Anna Schneider freischaffende Autorin und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München und in Nordholland. Nach zahlreichen Krimi-Kurzgeschichten veröffentlichte Anna Schneider 2013 ihr Debüt „Blut ist im Schuh“ und wurde dafür auf www.lovelybooks.de zur besten deutschsprachigen Debütautorin 2013 gewählt. Für ihren zweiten Jugendthriller “Bald wird es Nacht, Prinzessin” folgte 2015 die Nominierung für den UH!-Literaturpreis der jungen Leser Monheim.

Für Erwachsene schreibt die Autorin auch unter dem Pseudonym “Anna Martens” und veröffentlichte Ende 2014 das E-Book “Engelsschmerz”.




Jugendbücher


„Blut ist im Schuh“

Ein Thriller nach Motiven von Aschenputtel für Jugendliche ab
12 Jahren und für Freunde spannender Märchenadaptionen

Planet Girl Verlag
256 S., 9,95 €
E-Book: 256 S., 8,99 €

ISBN 978-3-522-50330-3 



Kurzbeschreibung: 

Gespenstische Stille liegt über dem Friedhof – Amelies einzigem Zufluchtsort vor den
Bosheiten ihrer Stiefschwester. Sarah hatte sie bestohlen, gedemütigt, verletzt ...
Wie weit würde sie noch gehen? Schon spürt Amelie wieder das Stechen im Nacken,
wie von eiskalten Augen, die ihr überallhin folgen. Ihr einziger Hoffnungsschimmer ist
der Abschlussball mit Ben: Wird er sie wach küssen aus diesem Albtraum?

„Ein Jugendthriller vom Feinsten: Hochspannend, berührend und toll geschrieben von
der ersten bis zur letzten Zeile.“
Nele Neuhaus

„'Blut ist im Schuh' ist eine gelungene moderne Variante alter Märchenthemen, flott
erzählt und verknüpft mit modernen Problemen wie Mobbing und dem Gefühl, dass
man durch Intrigen den Boden unter den Füßen verlieren kann.“
Margarete von Schwarzkopf in „Bücherwelt“, NDR 1, vom 9. Juli 2013

„Packend, etwas verträumt, modern – akute Suchtgefahr!“
Julia Mohr, Letters from Juliet





„Bald wird es Nacht, Prinzessin“

Ein Thriller für Jugendliche ab 13 Jahren und für junge Erwachsene, die unblutige Spannungsromane mögen

Planet Girl Verlag
224 Seiten, 9,99 €
E-Book: 224 S., 8,99 €


ISBN 978-3-522-50393-8 





Kurzbeschreibung:


Nova liegt reglos auf dem Boden, ihre Augen starren ins Leere. Was ist in dieser
Nacht passiert? Die einzigen Zeugen schweigen und Nova kann ihre Geschichte
nicht erzählen, weil sie seither im Koma liegt. Doch Daniel ahnt, dass etwas
Schreckliches geschehen sein muss. Zusammen mit Novas bester Freundin Jessi
macht er sich auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit.

„Gutes Thema. Gute Geschichte. Gut erzählt.“
Monika Feth




Thriller


Engelsschmerz

Psychothriller
ePub
320 Seiten

ISBN-13 9783958190177
Erschienen: 14.11.2014

Midnight









Kurzbeschreibung:

Jule ist spurlos verschwunden. Die Studentin ist nicht verreist, nicht durchgebrannt. Sie ist in Gefahr!
Davon ist ihre Mutter überzeugt, die alarmiert nach München fährt und die Wohnung ihrer Tochter verwaist vorfindet. Doch die Polizei nimmt ihre Bedenken nicht ernst – außer Kommissarin Annette Kirchgessner, die schon immer einen Riecher für besondere Fälle hatte.
Gemeinsam mit ihrem Kollegen Georg „Gigi“ Gruber ermittelt sie auf eigene Faust.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Werden sie Jule rechtzeitig finden?



DIE zehn Fragen





1. Fallen die ersten Sätze schwer, die du für ein neues Buch schreibst?

Das kommt ganz darauf an. Manchmal ist die gesamte erste Szene sofort in meinem Kopf. Dann läuft die ganze Handlung wie ein Film ab und ich muss nur mitschreiben.
Wenn ich noch nicht tief genug in der Handlung drinstecke oder die Figuren noch nicht gut genug kenne, können die ersten Sätze mitunter schwierig werden. Dann braucht es viel Geduld und vor allem eine funktionierende Löschtaste, um zu einem guten Ergebnis zu erlangen. Ich probiere dann einfach so lange herum, bis es sich gut anfühlt.


2. Fühlst du mit deinen Protagonisten?

Immer! Um wirklich gute Figuren zu schaffen, ist es meiner Ansicht nach immens wichtig, in deren Haut zu schlüpfen und zu versuchen, alles Erlebte nachzuempfinden. Nur dann glaubt mir der Leser, was ich schreibe. Mitunter ist das sehr schwierig. Um nachzuempfinden, wie es meiner Heldin Jule in der Gefangenschaft geht, habe ich beispielsweise viel über Isolationshaft gelesen. Das reichte aber noch nicht. Die Textpassagen klangen immer noch sehr distanziert. Erst als ich mir die Augen abgedeckt habe, mich auf den Boden legte, die Hände unter den Körper schob und dort eine Stunde ausharrte, entstand ein echtes Gefühl dafür.


3. Der Tag des Erscheinungstermins - schläfst du in der Nacht zuvor gut?

Ich bin unglaublich aufgeregt, bis die ersten Rückmeldungen kommen. Glücklicherweise waren die bislang immer so gut, dass ich mich dann schnell wieder beruhigen konnte und die Aufregung einer stillen Freude wich. Eine der schönsten Belohnungen ist es ja, wenn man nach vielen Monaten, die man alleine mit der Handlung und den Figuren war, feststellen darf, dass das Buch den Lesern gefällt.



4. Hast du Lampenfieber vor einer Lesung?

Ich bin aufgeregt, ja. Das ist aber gut so, denn es fördert meine Konzentration. Während des Lesens verliert sich das jedoch recht schnell. Ich lese wirklich gerne vor Publikum und freue mich, wenn ein Gespräch über die Texte und Themen zustande kommt. Denn meist gibt es noch viel mehr zu sagen, als zwischen den Buchdeckeln steht.


5. Schreibblockade – wie gehst du damit um oder kennst du das gar nicht?

Da hilft bei mir nur eines: Es immer wieder versuchen. Finde ich nicht recht in den Text hinein, steckt bei mir jedoch meist ein Fehler im Plot oder ich kenne die Figuren noch nicht gut genug. Also beschäftige ich mich dann erneut mit den Lebensläufen der Protagonisten oder mit der Struktur des Buches. Manchmal hindert es mich schon, wenn eine Figur den falschen Namen trägt. Finde ich den passenden, funktioniert auch das Schreiben wieder. Klingt das jetzt sehr verrückt?


6. Gab es einen Auslöser dafür, dass du dich ans Schreiben deines ersten Buches gesetzt hast?
Ja. Nach mehreren Kurzgeschichten wollte ich wissen, ob ich auch die lange Form beherrsche. Ich bin sehr froh, dass ich das probiert habe, denn es macht mir weitaus mehr Spaß als kurze Texte zu schreiben. Dieses erste Buch ist im übrigen „Engelsschmerz“ und ich freue mich sehr, dass sogar mein Erstling mittlerweile einen Verlag und begeisterte Leser gefunden hat.


7. Hast du Einfluss auf den Klappentext und das Cover?
Das kommt darauf an. Ich glaube, dass mein Verlag nie ein Cover oder einen Text auf mein Buch setzen würde, wenn es mir partout nicht gefällt. Ich kenne mich jedoch zu wenig mit dem Käuferverhalten aus, um wirklich sagen zu können, was ein gutes Cover oder ein guter Klappentext ist. Deshalb lasse ich mich in dieser Hinsicht gerne beraten.

Bei „Engelsschmerz“ durfte ich zwischen drei Covern wählen. Alle waren wirklich großartig und die Auswahl fiel mir extrem schwer. Aber ich glaube, wir haben gemeinsam das Beste gefunden, denn ich liebe es sehr!


8. Wenn ein Buch von dir verfilmt wird/werden würde, dann…..

... würde ich vermutlich zehn Zentimeter wachsen vor Stolz. Das wäre einfach großartig, denn es gibt nur sehr wenige deutsche Autoren, deren Bücher verfilmt werden. Zu jenen zu gehören - das wäre ein Traum!


9. Das schönste Kompliment, das dir ein Leser zu einem deiner Bücher gemacht hat?
Daran erinnere ich mich ganz genau: Es war die Zuschrift einer Mutter, die sich bei mir bedankt hat, weil ich ihre Tochter mit meinen Jugendbüchern zum Lesen gebracht habe. Ein schöneres Kompliment kann es wohl kaum geben, als einem Menschen die Wunderwelt der Bücher zu eröffnen.


10. Du schreibst deine Biographie. Der Titel wäre….


„Die nächste Runde geht rückwärts“ oder „Ich ruf mal kurz an“ 







Vielen Dank, liebe Anna, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten!








1 Kommentar:

  1. Hallo Alex,

    eine Beitragsreihe, die du auf die Beine gestellt hast und das Interview mit Anna gefällt mir gut, da man mal einen Blick hinter die "Kulissen" bekommt :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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