Sonntag, 26. Juli 2015

Im Autorenleben von....

Jennifer B. Wind

Im heutigen Autorenleben dreht sich alles um Jennifer B. Wind und ihre Bücher. 

Zuerst möchte ich ech die Autorin etwas näher vorstellen.

Copyright Manfred Wasshuber



Geboren 1973 in Leoben; aufgewachsen in der Steiermark, später wohnhaft in Wien, verheiratet, zwei Töchter; wohnt im Bezirk Baden bei Wien.

Die ehemalige Flugbegleiterin (von 1995 bis 2009 Kabinenchefin und Ausbilderin bei Austrian Airlines) mit Klavier-, Gesangs- und Schauspielausbildung schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene (Thriller, Krimis, Fantasy, Mystery), Drehbücher, Theaterstücke, Rezensionen und Kurztexte; zahlreiche Veröffentlichungen von Kurzgeschichten, Rezensionen und Gedichten in Literaturzeitschriften, Zeitungen, Anthologien und Magazinen; 2011 erschienen mehrere Ratekrimis in der "Presse am Sonntag sie schreibt sowohl auf deutsch als auch auf englisch;

Gehört seit 2007 zum Webseitenredaktionsteam der mörderischen Schwestern, ist dort seit November 2011 Chefredakteurin der Homepage und war 2008/2009 im Mentoringprogramm.

Sie rezensiert für die Krimikollegen, crimechronicles.org, das Kriminetz und andere Portale. Seit November 2013 führt sie die Bücherkolumne "Lies und (p)lausch mit Jenny!" im Blogstil auf dem on-line Portal der Frauenzeitschrift WOMAN. Dafür interviewt sie jede Woche eine/n andere/n Autor/in.

Sie ist Jurymitglied beim BKE-Köln Schreibwettbewerb und sitzt auch seit 2012 in der Fachjury des Zeilen.lauf Literaturpreises im Rahmen des art.experience Festivals.

Gemeinsam mit Veronika A. Grager tritt sie als „Die triestingtaler Mordsfrauen“ bei Veranstaltungen auf. Das Duo bietet spannende Lesungsabende mit kabarettistischen Doppelconferencen an, sowie Veranstaltungsmoderationen im Kulturbereich an.

Gemeinsam mit dem Autor Andreas Gruber bilden sie „Das triestingtaler Mordstrio“. Im Trio werden ausschließlich Krimilesungen angeboten.


Bücher 


"Als Gott schlief" wurde im Mai 2014 als eBook beim dotbooks Verlag veröffentlicht, bevor der Gmeiner Verlag im Dezember 2014 den Thriller als Klappenbroschur herausbrachte. 

Auch ich durfte das Buch lesen und rezensieren und war mehr als begeistert! Hier geht`s zu meiner Rezension

Im Herbst diesen Jahres wird es das Debüt von Jennifer B. Wind auch als Hörbuch erhältlich sein!

Als Gott schlief

Thriller 
von Jennifer B. Wind

Seiten: (ca.) 403
Erscheinungsform: Originalausgabe
Erscheinungsdatum: Mai 2014
ISBN: eBook 978-3-95520-494-5
eBook-Formate: Sie können das eBook bei uns im MOBI-Format für den Kindle oder im ePUB-Format für alle anderen eReader kaufen. Alle dotbooks-eBooks werden ohne Kopierschutz ausgeliefert. 





Jennifer B. Wind
Als Gott schlief
Thriller


373 S. / 12 x 20 cm / Klappenbroschur
Dezember 2014
sofort lieferbar
ISBN 978-3-8392-1717-7

Gmeiner 










Kurzbeschreibung: 

Aufrüttelnd und beklemmend  München und Wien: Eine Serie brutaler Morde an katholischen Geistlichen schockiert die Öffentlichkeit. Die Opfer werden auf grausame Weise gefoltert und getötet. Am Tatort werden mysteriöse Hinweise gefunden, die jedoch niemand entschlüsseln kann. Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihr Partner Thomas Neumann stehen vor einem Rätsel. Was hat die Opfer verbunden? Was treibt den Mörder an? Bei ihren Ermittlungen stößt Jutta auf eine Mauer aus Angst und Schweigen – doch dann entdeckt sie eine Spur, die weit in die Vergangenheit zurück reicht ...







Die zehn Fragen 


   1.       Fallen die ersten Sätze schwer, die du für ein neues Buch schreibst?


      Nein, sobald ich mich zum Schreibtisch setze, weiß ich in der Regel exakt, was ich genau schreiben will. Oft (passiert mir sehr oft bei Kurzgeschichten) sind die ersten Sätze sogar die allerersten Eingebungen für die Geschichte, der Rest fügt sich nach und nach dazu. Ich geh sehr lange schwanger mit meinen Figuren und den Handlungssträngen. Und erst wenn sich alle Ideen gut miteinander verweben, die Story plausibel klingt und der Plot keine Löcher mehr hat, schreibe ich.

Was mir allerdings schwer fällt, ist mich hinzusetzen und endlich loszulegen. Sei es, weil gerade privat viel zu tun ist, oder ich wieder einen gesundheitlichen Hänger habe. Gerade wenn man erst ein paar Seiten hat, fühlt man zudem welchen Berg man noch besteigen muss. Ab der Hälfte hingegen flutscht es richtig raus, weil man das Ziel endlich vor Augen hat.

Da komme ich meist in einen tollen Flow hinein.
 


   2.     Fühlst du mit deinen Protagonisten?

      Natürlich. Und wenn ich es nicht tue, weiß ich, dass etwas falsch läuft, bzw. die Figur nicht gut genug ausgearbeitet ist. Wenn ich bei der vierten Überarbeitung immer noch an bestimmten Stellen weine oder lache, oder eine Gänsehaut bekomme, dann weiß ich, dass es gut ist. Wenn es mich beim zweiten Mal lesen schon langweilt, dann kommt die Stelle raus oder die ganze Geschichte in die Tonne. 
 

   3.       Der Tag des Erscheinungstermins - schläfst du in der Nacht zuvor gut?

Aber ja ;-). Denn am aufgeregtesten bin ich immer, wenn eine Geschichte fertig ist und zum ersten Mal von anderen gelesen wird, die entscheiden, ob es veröffentlicht wird. Bei Kurzgeschichten sind das die Herausgeber/innen und bei Romanen ist es in erster Linie meine Agentin. 



   4.       Hast du Lampenfieber vor einer Lesung?

      Nie! Ich liebe den Auftritt vor Publikum fast mehr als das Schreiben an sich. Ich bin schon als Kind sehr gern auf der Bühne gestanden oder habe einfach vor einem Haufen fremder Leute gesungen. So habe ich mir schon mit 5 ein Taschengeld verdient. So schüchtern ich oft privat war, sobald ich auf der Bühne stand, war alles wie weggeblasen. Niemals habe ich meinen Text vergessen. Ich bin so in meine Performance vertieft, dass ich eigentlich gar kein Gefühl mehr für Raum und Zeit habe. Ich lese auch nicht einfach, sondern spiele meine Figuren. Dazwischen erzähle ich immer etwas oder bringe Anekdoten. Wenn ich mit meiner Kollegin zusammen als Triestingtaler Mordsfrauen auftrete, wird das Ganze noch auf die Spitze geführt, weil wir die Lesungen mit Kabarett verknüpfen. Und als Mordstrio bekommt das ganze zusammen mit einem männlichen Kollegen noch eine ganz andere Dimension.

Und auch interaktiv lässt es sich super lesen. Im Second Life unterstützt mich Thorsten Küper, und wir lesen in verteilten Rollen also szenisch. Das kommt sehr gut an, und macht mir auch riesigen Spaß.

 

   5.       Schreibblockade – wie gehst du damit um oder kennst du das gar nicht?

      Nein, kenne ich nicht. Ich habe eher eine ZEITBLOCKADE, also aufgrund vieler anderer Tätigkeiten nicht zum Schreiben komme. Oder eine SCHMERZBLOCKADE, dass ich aufgrund starker Rückenschmerzen einfach nicht sitzen kann. Wenn ich dann einmal am Laptop bin, dann fließt es in der Regel richtig. Generell habe ich ohnehin mehr Ideen als ich bearbeiten kann. 


   6.       Was war der  Auslöser dafür, dass du dich ans Schreiben  deines  ersten Buches  gesetzt hast?

      Kniffelige Frage, weil ich mein erstes Buch bereits mit acht Jahren geschrieben habe, es war ein Abenteuerroman. Danach hab ich einfach immer weiter geschrieben. Ich glaube, dass ich gar nicht anders kann. Das ich schreiben muss. Es ist meine Berufung, meine Leidenschaft, meine Liebe. Beispiel: Sogar als ich jetzt vor kurzem im Krankenhaus lag, mir die Seele aus dem Leib gekotzt habe, plus von extrem starke Schmerzen und Fieber gequält, wurde ich unruhig weil ich kein Papier mithatte. Dabei war mein ganzer Kopf voller Songtexte, literarischer Fragmente, Kaberett-Gags, etc. Ich hab dann einfach die Zettel der Zimmernachbarn gesammelt, die immer auf dem Essenstablett stehen. Auf deren Rückseite hab ich geschrieben. Und als ich endlich selbst etwas zu essen bekommen habe, habe ich mich vor allem auf die Zettel gefreut. *G* 


   7.       Hast du Einfluss auf den Klappentext und das Cover?

       Nein, auf das Cover überhaupt nicht. Aber den Klappentext habe ich zusammen mit meinem Ansprechpartner vom Lektorat gebastelt. 
 

   8.       Wenn ein Buch von dir verfilmt wird/werden würde, dann…..

würde ich mich erstens riesig freuen und hätte wieder ein Ziel von meiner Liste (Was ich vor meinem Tod erlebt haben will) erreicht. Und ich habe natürlich auch bestimmte Vorstellungen, die sich vielleicht verwirklichen lassen. Sollte „Als Gott schlief“ in Österreich verfilmt werden, wünsche ich mir Manuel Rubey als Tom ;-), sollten die Deutschen zugreifen, ginge auch Florian David Fitz. *lach* Und für meine Schwester ist auch eine tolle Rolle drin ;-)



   9.       Das bisher schönste Kompliment, das dir ein Leser zu einem deiner Bücher  gemacht hat?

      Ich habe schon einige sehr tolle Komplimente erhalten und es ist jedes Mal einzigartig und schön. Mich freut es immer, wenn Leser/innen sich Gedanken machen und das Gespräch mit mir suchen. Daraus haben sich schon Freundschaften entwickelt. Wenn man so lange an einem Buch gearbeitet hat wie ich, freut jede gute Rezension oder jedes Kompliment natürlich doppelt. Ein Fan aus Deutschland hat mich sogar in Wien beim Tichy getroffen, das war sehr lustig. Auch sehr berührt hat mich eine Begegnung im Herbst 2014. Ich habe auf der Frankfurter Buchmesse eine Leserin getroffen, die sich mit mir unterhalten hat, und als wir auf eine bestimmte Stelle in meinem Buch zu sprechen kamen, hatte sie sofort Tränen in den Augen. Da wusste ich, dass ich irgendetwas richtig gemacht hatte. Auch bei Lesungen sind schon Zuhörer zu mir gekommen, die mir von ihrer Kindheit im Heim erzählt haben und die gesagt haben, dass ich das alles sehr authentisch erzählt habe und sie sich wiederfinden konnten. Ebenso haben mir Sozialarbeiter schon mehrfach Lob ausgesprochen, über die Beschreibungen der Milieu-Studien.  


   10.   Du schreibst deine Biographie. Der Titel wäre….
 
     „Die bunten Blätter der Zigeunerin mit dem Herz aus Glas“ 


    Ein herzliches Dankeschön an Jennifer B. Wind!

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