Mittwoch, 21. Dezember 2016

Rezension - Black Memory

Janet Clark
Black Memory

Thriller


Originaltitel: Black Memory
Originalausgabe

Paperback, Klappenbroschur, 384 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-41833-2
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: 12. Dezember 2016








Kurzbeschreibung: 

Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.

Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.


Meine Meinung: 

Clare wird in einem Boot vor der indonesischen Küste aufgefunden und verhaftet. Sie wird beschuldigt ein Mädchen entführt zu haben. Clare kann sich weder an ihren Namen noch an sonst irgendetwas erinnern. Kurz darauf wird sie von zwei Männern aus dem Gefängnis geholt und kehrt mit ihnen nach London zurück. Dort erkennt sie, dass das Geheimnis um ihr Vergessen nur mit der Hilfe des immer noch vermissten Mädchens aufzuklären ist...

Wow, was für ein Ritt! Ich liebe ja Thriller, die mich gerade mit ihren Wendungen fesseln  aber das neue Werk von Janet Clark  hat mich fast in den Wahnsinn getrieben..

Wir kennen ja Thriller, in denen die Protagonist(innin) ihr Gedächtnis verlieren und sie später alles wunderbar aufklärt. Oft ahnt der Leser auch, wie das alles ausgehen wird und liegt damit oft richtig. Bei diesem Thriller hier kann ich fast garantieren, dass dem nicht so ist! Immer wenn ich dachte, dass ich das nun alles aufgedröselt habe, nahm das Buch eine Wendung und ich habe mich fast dafür geschämt den oder die Falsche(n) verdächtigt zu haben, bis es am Ende des Kapitels wieder ganz anders aussieht. So konnte ich mich mit der Zeit auch immer besser in Clare hineinversetzen, denn sie selber weiß irgendwann auch nicht mehr wem sie nun trauen kann.

Die Charaktere in dem Thriller sind gut ausgearbeitet und haben ihre Ecken und Kanten, sind mehr oder weniger symphatisch und scheinen alle irgendwie ihre Geheimnisse zu haben, die es gilt aufzuklären aber wie denn, wenn dann sowieso wieder alles ganz anders ist? So habe ich mit Clare mitgelitten aber ich muss auch sagen, dass ich irgendwann gedacht habe, dass die Protagonistin einen an der Klatsche hat. Unglaublich...

Die ganze Story steht und fällt mit dem vermissten Mädchen, das eine einzigartige Begabung hat und diese Begabung wohl für einige Menschen sehr wichtig zu sein scheint. Warum erfährt man im Laufe der Story und ich fand es ungeheuerlich, weil ich, wie eben schon geschrieben, Clare dann auch nicht mehr getraut habe. Sie weiß, dass sie Ärztin ist, kann sich an all das, was sie geklernt hat peu a peu erinnern aber nicht an eben dieses Mädchen?  Wenn das wirklich alles so stimmt, was war dann so schrecklich, dass sie das alles verdrängt zu haben scheint?  Rätselhaft...

Ich mag nicht mehr zur Story schreiben und kann nur empfehlen, sich einfach auf diese wahnsinnige Story einzulassen und dieses tolle Leseerlebnis zu genießen!

Absolute Leseempfehlung für Fans des (Psycho)Thrillers und die, die es werden wollen! "Black Memory" macht süchtig!

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