Montag, 6. Februar 2017

Rezension - Nachts in meinem Haus

Sabine Thiesler
Nachts in meinem Haus

Roman


Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-26969-9
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne

Erscheinungstermin: 9. Januar 2017














Kurzbeschreibung: 

Tom ist ein anerkannter Kunstmaler, dazu reich und glücklich verheiratet. Alles läuft perfekt für ihn. Bis eines Nachts in seinem Haus etwas Schreckliches passiert. Unter Schock flieht er in ein toskanisches Bergdorf. Doch was ihm zunächst wie das Paradies erscheint, entpuppt sich schnell als Hölle. Tom hält das Alleinsein nicht aus, fühlt sich eingesperrt und verfolgt. Als er begreift, dass er niemandem mehr vertrauen kann, auch seinen Freunden nicht, ist es zu spät: Er trifft eine verhängnisvolle Entscheidung . . .

Meine Meinung: 

Tom führt ein glückliches Leben. Er ist Kunstmaler, reich und führt eine glückliche Ehe. Eine Nachts geschieht in seinem Haus Schreckliches und Tom verkriecht sich in einem Dorf in der Toskana. Tom kommt mit der Einsamkeit nicht zurecht und denkt, verfolgt zu werden. Irgendwann merkt tom dass er mehr oder weniger in der Falle sitzt, denn er weiß nicht mehr, wem er noch vertrauen kann...

Ich möchte gar nicht schreiben, was Nachts in Tom Haus geschieht, denn ich möchte ungern spoilern. Der Kunstmaler Tom erscheint mir zu Anfangs als ein unsicherer und sehr sensibler Mann, den die Geschehnisse, die in seinem Haus passiert sind nun -verständlicherweise- komplett aus der Bahn werfen. Wie ngut, dass sein bester Freuns und Anwalt René ihm hilft und fast alleine beschließt, dass Tom nun fliehen muss. René hat ein Häuschen in der Toskana geerbt, gibt Tom Schlüssel und Adresse und verspricht sich um alles Weitere zu kümmern nd mit ihm in Kontakt zu bleiben.
Das sollte zur Story erst mal reichen.

Tom und sein Freundeskreis, zu dem nicht nur René und seine Frau, sondern noch ein weiteres Ehepaar gehören, treffen sich regelmäßig. Eigentlich sollte man meinen, dass die Freundschaft der Clique recht gut ist, allerdings hatte ich sio das Gefühl, dass der eine dem anderen nichts gönnt.

"Nachts in meinem Haus" startet sehr spannend und ich war gespannt, wie es Tom wohl in der Toskana ergehen mag. Leider hielt sich die Spannung für mich persönlich nicht durchgehend. Sabine Thiesler beschreibt wer wen wann und wie kennengelernt hat, was für meinen Geschmack etwas zu viel Raum eingenommen hat. Ich dachte eigentlich, dass die Story um Toms erste Ehe noch sehr wichtig werden wird, was es allerdings nicht wirklich war. Ich denke, dass diese Geschichte in der Geschichte nicht ganz so lang hätte ausgeführt werden müssen.

Tom erschien mir sehr naiv. Er ist sehr sensibel und anfangs in meinen Augen eine regelrechte Memme. Klar, ist er verzweifelt und wen kann man trauen, wenn nicht seinen Freunden? So ist Tom  sehr dankbar für die Hilfe, die ihm entgegengebracht wird und merkt gar nicht, dass sein persönlicher Albtraum nur noch schlimmer zu werden scheint. Er vertraut fast blind und merkt als Letzter, dass ihm ziemlich übel mitgespielt wird. In vielen Dingen handelt Tom auch sehr unlogisch, wo der Leser sich schon an den Kopf greift...

Das Ende musste eigentlich so kommen, trotzdem war es für mich fast zu abrupt. "Nachts in meinem Haus" hat mich ganz gut unterhalten, war für mich allerdings nicht unbedingt ein Highlight.

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